Weihnachtsfeier 2024 der Hebbelkicker
am 06. Dezember ab 18:00h im "KaNÜ"



Sitzungsprotokoll

Teilnehmer: Azzedin, Borko, Boyke, David, Dominik, Eric, Frank, Helge, Henning, Ingo, Jan, Jochen, Lutz, Maik, Marcel, Martin, Maxi, Niklas, Olaf S., Ralph, Robert, Sebastian B., Sebastian C., Sven, Thomas, Tim und Volker. Insagesamt also 27 Teilnehmer - das ist ein neuer Rekord! Dirk musste leider kurzfristig wegen akuter Erkältung absagen und Manu meldet sich später am Abend noch ab.

   
Anwesende Vorstandsmitglieder: Borko, Boyke, Jochen, Robert und Volker. Der geschäftsführende Vorstand ist vollzählig anwesend und somit uneingeschränkt beschlussfähig. Hannes und Hartmut nehmen aus persönlichen Gründen leider nicht teil.

  
Spielort: Im letzten Jahr gab es endlich wieder eine Weihnachtsfeier, mit der alle rundum zufrieden waren. Und auch 2024 werden die Hebbelkicker im KaNÜ nicht enttäuscht. Wir sind unter uns und müssen nicht auf andere Gäste Rücksicht nehmen. Es gibt ausreichend Platz und mehrere Tische, so dass man nicht über andere hinwegsteigen muss, um den Getränkenachschub zu ordern. Und man kann in kleinen Gruppen zusammensitzen und persönliche Gespräche führen. All das mag irgendwie selbstverständlich klingen, aber wer sich an die Enge im Gutenberg erinnert, weiß die großzügigen Verhältnisse im KaNÜ angemessen zu würdigen.

  
Grundversorgung:
Auch hier ist alles bestens. Bei der Bierauswahl im KaNÜ ist das Hebbelkickerleben kein Wunschkonzert, es gibt nur ungefiltertes Urstrom vom Fass. Aber das ist ein guter Kompromiss angesichts der breit gefächerten Biervorlieben der einzelnen Hebbelkicker. Marcel hat (gaaaanz uneigennützig... ;-) den Wirt beschwatzt, zwei Kisten Helles zu besorgen, aber ob die am Ende des Tages auch komplett geleert wurden, bleibt im Dunkeln einer langen Feiernacht. Ist aber auch irgendwie egal, mit dem Urstrom kommen fast alle zurecht und wer weitere Alternativen sucht, wird am Tresen bei Weizenbier, Longdrinks und allerlei alkoholfreiem Stoff fündig.

Pünktlich um 19 Uhr steht das Abendessen bereit und auch hier ist die Auswahl beschränkt. Es gibt Grünkohl mit Beilagen. Oder eben nix. Aber das hatten wir auch genau so bestellt. Und niemand wird enttäuscht. Der Grünkohl ist klasse und nicht so eine Pampe wie vor zwei Jahren im Gutenb... - ach, davon reden wir lieber nicht mehr... Wer es rustikal und deftig mag, wird von der Küche im KaNÜ bestens bedient: Die Kartoffeln - salzig oder süß, mit oder ohne Zucker - sind kross und knackig und nach Auskunft der Fleischesser gibt es auch bei Bauchfleisch und Würsten nur höchstes Lob. Für 20 Euro pro Person wird jeder satt und alle sind zufrieden. Hinterher spendiert Robert die erste Runde Kurze, denn Schalke hat genau wie im letzten Jahr 04 Tore geschossen und einen souveränen Sieg eingefahren. Prost!

   

Begrüßung und Vorstandswahl: Mit der ersten Runde Kurze begrüßt Robert endlich alle anwesenden Hebbelkicker. Inzwischen ist auch Basti eingetroffen und wird mit herzlichen Geburtstagsglückwünschen begrüßt. Robert gibt erfreut eine neue Rekordbeteiligung bekannt (27 Hebbelkicker sind dabei!), bedauert aber auch das Fehlen einiger wichtiger Hebbelkicker bei dieser traditionellen Feier. Dirk wirkte bei seiner telefonischen Absage am Vormittag schwer enttäuscht, denn er wäre so gern dabei gewesen, doch seine Erkältungsviren will er dann doch nicht an die Versammlung weitergeben. Dafür haben alle Verständnis. Ein wenig enttäuschend sind allerdings einige weitere Absagen insbesondere ehemaliger aktiver Kicker. Die Veranstaltung war bereits im August terminiert worden, es kann also kaum bei allen ein Terminkonflikt vorgelegen haben. Also einfach keine Lust? Die Gründe für die Absagen bleiben überwiegend im Dunkel. Wir hätten uns wirklich gefreut, neben Thomas noch weitere Hebbelkicker-Veteranen begrüßen zu können. Und wo bleibt Galetti? Der wollte doch unbedingt kommen und hatte extra noch nach der Lokation gefragt...

  
Robert blickt dann noch auf das fast vergangene Hebbelkickerjahr zurück. Leider gab es wieder einige schwerwiegende Verletzungen zu beklagen, die einen monatelangen Ausfall bedingen. Bobby, David und Jan werden wohl erst im Frühjahr zurückkehren und Frank plagen üble Rückenbeschwerden. Ihnen allen wird eine rasche und vollständige Genesung gewünscht. Immerhin kehrten einige Langzeitverletzte in den aktiven Spielerkreis zurück: Henning, Ingo und Tim sind glücklich, wieder dabei zu sein. Erfreulich ist auch, dass drei Nachwuchs-Hebbelkicker es in den Kader geschafft haben und nun zum Stammpersonal gezählt werden dürfen: Eric, Karl und Lennart sind bzgl. Laufbereitschaft, Geschwindigkeit und Abschlussstärke echte Bereicherungen und heben das eh schon hohe technische Niveau der Hebbelkicker auf ein neues Spitzenlevel. Ein Sonderlob gibt es für Azzedin, Olaf S. und ganz besonders Basti, die sich mit einer professionell wirkenden Reparatur des Gestänges beider Alutore um die sichere Fortführung des Spielbetriebs verdient gemacht haben. Dafür einen Spezialapplaus!

  
Eine kritische Bemerkung ist aber auch noch fällig: Robert hat seit Beginn der Sommersaison am 1. April eine nahezu kontinuierliche namentliche Liste der Bierbeiträge zur Getränkeversorgung in der 3. Halbzeit erstellt. Leider ergibt sich da eine z.T. recht unausgewogene Verteilung. Während Borko und Dirk jeweils mit 5 gespendeten Kästen höchst lobenswert notiert sind, steht bei einem (namentlich nicht genannten) regelmäßigen Teilnehmer und Biertrinker tatsächlich die Null. Und einige andere haben gerade mal zum eigenen Geburtstag eine Kiste springen lassen, trinken aber nach dem Hebbelkick an warmen Sommertagen gern ihre 2-3 Flaschen. Erfreulicherweise war das breite Mittelfeld mit 2-3 Kisten pro Person ausreichend spendabel, so dass wir quasi nie auf dem Trockenen saßen - zum Glück steht ja in Dirks Hobbykeller immer mindestens eine Notfallkiste bereit. Der Tagesordnungspunkt wird mit dem Appell abgeschlossen, dass jeder Biertrinker doch 2-3 mal pro Jahr auch selbst eine Kiste mitbringen möge, dann wäre die ganze Sache kein Thema mehr.
 

Zum Schluss gibt Robert noch das Ergebnis der geheimen Vorstandwahl bekannt: Der geschäftsführende Vorstand wurde ohne Gegenstimmen oder Enthaltungen wiedergewählt und dankt allen Hebbelkickern für das Vertrauen. Normalerweise ergibt sich anschließend eine populistische Scheindiskussion, in der das niedere Hebbelkickervolk mit pseudodemokratischen Schlagworten um sich wirft und absurde Vorwürfe ("Selbstherrliche Autokraten!", "Unterdrückung!", "Demokratiefeinde!") gegen den Vorstand äußert. Aber es scheint diesmal, dass die Plebejer mit der Amtsführung des Präsidiums vollauf zufrieden sind (verständlicherweise - da ist sich der Vorstand in der Beurteilung des Sachverhalts absolut einig!). Das gequälte Lächeln und Murren wird jedenfalls als Zustimmung gewertet. In der nachfolgenden Aussprache hatte der Vorstand eigentlich vom niederen Volk das demütige Eingeständnis eigener Verfehlungen und die Lobpreisung der Präsidiumsarbeit erwartet. Stattdessen hinterfragt Thomas frech die Mittelverwendung für die Apanage der Vorstandsmitglieder, insbesondere für regelmäßige weltweite Lustreisen und Verköstigungen in Luxusrestaurants. Genervt von so viel Undankbarkeit und Unkenntnis verweist Finanzvorstand Volker auf die vielfältigen Verpflichtungen des Vorstands und dessen Verdienste um die Völkerverständigung. Als dies nicht die gewünschte beruhigende Wirkung zeigt, holt er rasch den neuen Winterspielball Adidas UWCL Pro 24/25 aus der Tasche. Sofort erstirbt jegliche Kritik am Präsidium, der zuvor noch geifernde Mob herzt begierig das neue Spielgerät und stößt Hochrufe auf den Vorstand aus. So geht moderne Demokratur.

 

Brandrede: Azzedin identifiziert wie im letzten Jahr vier wichtige Baustellen bei den Hebbelkickern, bei denen dringender Handlungsbedarf besteht. Die erste Baustelle ist aber bereits vor einigen Monaten entfallen, denn die Feldstraße ist endlich wieder frei befahrbar. So bleiben noch drei Problemzonen:

  

(1) Pünktlichkeit - Azzedin weist darauf hin, dass auch die Baustelle auf dem Theodor-Heuß-Ring beendet ist und nun niemand mehr "den üblichen Stau" als Ausrede für ein Zuspätkommen vorbringen kann.
  
(2) Beteiligung - Azzedin merkt kritisch an, dass die Beteiligung am Hebbelkick stark wechselhaft ist. Im Sommer musste mitunter 4-gegen-5 gespielt werden, während am 16. November 21 Hebbelkicker auf dem Platz erschienen. Er fordert mehr Verlässlichkeit, auch um die Bierversorgung besser planen zu können. Insbesondere das letztere Argument leuchtet allen ein.
  
(3) Umgang auf dem Platz - Azzedin kritisiert das immer mehr um sich greifende Pöbeln auf dem Platz, insbesondere innerhalb der jeweils eigenen Mannschaft. Niemand macht absichtlich Fehler und die technischen Fähigkeitein bei Ballannahme und Passspiel sind naturgemäß ungleich verteilt. Etwas mehr Nachsicht gegenüber den eigenen Mitspielern und Zurückhaltung bei spontan geäußerter Kritik sind dem intellektuellen Niveau der Hebbelkicker eher angemessen als Beschimpfungen und abfällige Bemerkungen. Alle Hebbelkicker nicken, aber ob der Einsicht bei den Meckerköppen auch eine entsprechende Zurückhaltung folgt, muss sich auf dem Platz noch zeigen.

Sammlung: Volker geht mit der Mütze rum und sammelt Bargeld ein. Der Ertrag wird für die regelmäßige Anschaffung eines neuen Spielgerätes verwendet sowie für wohltätige Zwecke (Vorstandsreisen, Arbeitsessen, Koks, Nutten etc.). Es kommen 370 € zusammen.
 

Einzelkritik: Borko verweigert sich zunächst dem allseits geäußerten Wunsch nach einer Einzelkritik der Hebbelkicker und murmelt mit Seitenblick auf Eric nur was von "etwas mehr Körperlichkeit im Hebbelkick". Schließlich kann er doch noch zu detailierteren Bemerkungen über die anwesenden Kicker genötigt werden. Seine Ausführungen werden wie üblich von den anwesenden Mitspielern kommentiert, durch Lachsalven, gequälte Blicke, zustimmendes Gemurmel, empörte Zwischenrufe, oder die Androhung körperlicher Gewalt. Der erste Hebbelkicker entschlummert sanft unter dem Einfluss von Borkos samtweicher Stimme und wird erst geweckt, als um Mitternacht der versammelte Hebbelkicker-Chor zu einem Geburtstagsständchen für Henning ansetzt, der sich mit einer Runde Brandbeschleuniger bedankt. Borko fasst schließlich seine Anmerkungen in einem geradezu philosophisch anmutenden Satz zusammen: "Die Gesamtperformance jedes Einzelnen setzt sich aus der Leistung während drei Halbzeiten zusammen!". So ist es. Genau das macht die Gemeinschaft der Hebbelkicker aus.

   

Verlängerung: Einzelne Hebbelkicker mussten aus persönlichen Gründen schon früher los, doch bis etwa 1 Uhr sind die Tische im KaNÜ gut besetzt. Da ist Zeit für intensive persönliche Gespräche, über all das, was uns außerhalb des Fußballplatzes noch bewegt. Das Urstrom fließt weiter die Kehlen hinunter,  Mirko mixt uns Gin & Tonic, die Stimmung ist und bleibt gut, selbst wenn die eine oder andere Zunge schwächelt und nur noch mühsam artikulieren kann. Dominik will gegen 1:30 Uhr nach Hause und sucht in der Garderobe ziemlich verzweifelt seine Jacke. Und ungefähr gleichzeitig steht Sven daheim in Schwentinental vor der Haustür und wundert sich, dass sein Hausschlüssel nicht in der Jacke ist, die er im KaNÜ angezogen hat. Ansonsten gilt: Die Hebbelkicker-Weihnachtsfeier im KaNÜ war auch in diesem Jahr wieder ein großartiges Ereignis, da sind sich gegen 2:30 Uhr alle Verbliebenen einig, die dann die restliche Zeche bezahlen und den Heimweg antreten. Für 2025 haben wir die Lokation vorsorglich gleich erneut gebucht...




Zum Fotoalbum der Hebbelkicker-Weihnachtsfeier 2024 geht es hier: